Unser erstes Ziel hatten wir mit Leichtigkeit erreicht: Gemeinsam bis zum Sommer 2025 über 1.000 Fragen für die neue integrierte Sekundarschule „Minna-Cauer-Schule“ erstellen! Die Fragen für unser Projekt werden von Lehrer:innen, Schüler:innen, Mitarbeitenden, Ehemaligen und Eltern der Schulgemeinschaft geschrieben.
Inzwischen sind es sogar schon fast doppelt so viele und die Anzeigetafel ist im neuen Gebäude installiert. Die Schulgemeinschaft der ehemaligen Schule am Berlinickeplatz ist im Sommer 2026 eingezogen und füllt das Gebäude mit Leben.
Die Haltung, aus der die Fragen für dieses Kunst-am-Bau Projekt geschrieben werden, ist ganz einfach: Ich stelle mir vor „Schule” sei eine Person, die ich treffe und der ich (neugierig und interessiert) meine Fragen stellen kann. Jede Person sollte mind. 10 Fragen schreiben. Ob sie auf den Lehrinhalt, das Gebäude, die persönliche oder politische Dimension von Schule abzielen oder ein dringendes Anliegen besprechen, wird den Fragenden überlassen. Die Fragen werden möglichst mit direkter Ansprache formuliert. Fragen mit diskriminierendem Inhalt werden aussortiert. Los gehts!
Einweihung Kunst-am-Bau 10/2026
Am 2.10. 14-16:30 wird die Minna-Cauer-Schule feierlich eröffnet und Random Conversations offiziell eingeweiht. Kommt und feiert mit uns.
Mitmachen….
ist ganz einfach: Stelle dir vor, „die Schule“ sei eine Person, die du triffst.
Stelle ihr 10 Fragen. Unterhalte dich mit der Schule mit „du“.
Die Schule, die du triffst, kann eine Schule in 20 Jahren sein oder die Schule wie du sie kennst. Die Schule kann das Gebäude oder die „Idee Schule” sein.
Über das Projekt
In einem offenen 2-phasigen Kunst am Bau-Wettbewerb wurde entschieden: Für die neue integrierte Sekundarschule „Minna-Cauer-Schule“ (ISS Eisenacher Straße) wird ein dynamisches Kunstwerk in enger Zusammenarbeit mit der Schulgemeinschaft entstehen.
Im Eingangsbereich wird ein 14 Meter breites, digital steuerbares, mechanisches Fallblatt-Display installiert. Es wird handgefertigt und bezieht sich in seiner einzigartigen Form direkt auf die Architektur des Schulgebäudes. Auf der Anzeige wird immer eine Frage an Schule zu sehen sein – eine aus Hunderten.
Sie wird viermal täglich während der Unterrichtspausen gewechselt. Natürlich mit dem typischen sanft klackenden Geräusch dieser Anzeigetafeln.
Alle Fragen stammen von der Schulgemeinschaft und wurden in kooperativen Workshops über drei Jahre gesammelt.
Der Entwurf stammt von Birte Endrejat. Die Künstlerin wurde vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg mit der Realisierung beauftragt.
Random Conversations wurde für das Gebäude und den Kontext entwickelt und wird als permamentes Kunstwerk für diesen Standort realisiert.

Künstlerin

Birte Endrejat arbeitet mit Raumplänen, angeleiteten Komparsen und raumgreifenden Installationen. Sie erschafft temporäre Gefüge die untrennbar mit der Ausgangssituation verwoben sind. Darin untersucht sie den Ort als Bedingung für Handlung und setzt sich mit unsichtbaren Machtstrukturen und Regelwerken von Orten auseinander.
Birte Endrejat studierte an der Hochschule für Künste Bremen im Bereich konzeptuelle Zeichnung und Bildhauerei und an der Université du Québec à Montréal, Kanada. Sie war von 2008–2012 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes, nahm 2010 am „Advanced Course in Visual Arts“ der Fondazione Antonio Ratti, Como, Italien, bei Gastprofessor Hans Haacke teil.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, so etwa in Berlin, Bangkok, Mailand und Nagoya; Arbeits- und Aufenthaltsstipendien unter anderem in Montreal, New York und auf der Raketenstation der Stiftung Insel Hombroich, Neuss.
Seit 2008 ist sie Teil des Künstlerkollektivs mark, das sich aus Vertreterinnen der Disziplinen Architektur, Design, Sozialwesen und Bildender Kunst zusammensetzt. Endrejat lebt seit 2009 in Berlin. www.birteendrejat.com







